Finanzierung Krankenkassenleistung

Zu Behandlungspflegen zählen alle Leistungen, die ärztlich verordnet sind und das Ziel der ärztlichen Behandlung sichern. Zu nennen sind hier insbesondere: Injektionen, Verbände, Dauerkatheterversorgungen, Dekubituspflegen usw. In speziellen Abrechnungskatalogen sind die möglichen Leistungen aufgelistet. Die Behandlungspflegen werden zu 100% von der Krankenkasse übernommen.

Eine Sonderform innerhalb der Krankenkassenleistungen nimmt der Paragraph 37/1 SGB V ein.

Hier werden Kombinationen aus Grund- und Behandlungspflegen und teilweise Hauswirtschaftsleistungen von der Krankenkasse finanziert, um mögliche Krankenhausaufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen. Diese Leistungen sind an bestimmte Bedingungen gebunden und werden von der zuständigen Krankenkasse geprüft.

Finanzierung Pflegekassenleistung

Die gesamten Grundpflegeleistungen mit den entsprechenden Preisen entnehmen Sie bitte dem Punkt "Kostenkatalog". Diese vorgegebenen Leistungen rechnen wir direkt mit den Pflegekassen ab. Jedoch ist zu beachten, dass die Pflegekassen nur gedeckelte Beträge zur Verfügung stellen, und zwar entsprechend der Eingruppierung in eine Pflegestufe. Die Eingruppierung in eine Pflegestufe wird bei der Pflegekasse beantragt. Diese beauftragt den "Medizinischen Dienst", der im Rahmen eines Hausbesuches die Pflegebedürftigkeit überprüft und eine Pflegestufe festlegt. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Sie bei der Begutachtung des Medizinischen Dienstes zu unterstützen.Nach Eingruppierung werden von der Pflegekasse entsprechend der Pflegestufe folgende Pflegesachleistungs- bzw. Pflegegeldleistungsbetäge zur Verfügung gestellt.

 Pflegestufe Pflegesachleistung/PEA Pflegegeldleistung/PEA
 0231,00 €123,00 € 
I    468,00 €/+221,00 €244,00 € / + 72,00 €
 II1144,00 €/+ 154,00 €458,00 €/+ 87,00 €
 III1550,00 €728,00 €
 III+1550,00 € 728,00 € 

                                        PEA= Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz

Wie die Beträge innerhalb des Leistungskataloges eingesetzt werden, ist eine Absprache zwischen dem Pflegedienst und dem Patienten.Sind die Leistungen der Pflegekasse einmal nicht ausreichend, um eine optimale Versorgung des Patienten zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, anfallende Restkosten mit dem örtlichen Sozialhilfeträger abzurechnen. Diese Möglichkeiten werden von uns schon beim Aufnahmegespräch erläutert und erklärt. Entsprechende Anträge werden von uns vorbereitet und gestellt.

Extraleistungen der Pflegekassen bei bestehender Pflegebedürftigkeit sind weiterhin die Kostenübernahme bei Veränderung des Wohnumfeldes oder auch die Finanzierung einer Verhinderungspflege bis zu 1.550,00 € für maximal 4 Wochen im Jahr. Auch bei diesen Leistungen sind wir Ihnen bei der entsprechenden Beantragung behilflich.

Kostenbeispiel

Eine 81-jährige Patientin ist auf grund eines Schlaganfalls, Diabetes mellitus und Altersgebrechlichkeit in ihrer selbstständigen Lebensführung eingeschränkt. Die Patientin lebt allein und benötigt dreimal täglich Hilfe bei der Körperpflege, Ernährung und Medikamenteneinnahme. Die Patientin hat die Pflegestufe II. Es wurde folgender Pflegeplan im Erstgespräch mit dem Patienten erstellt:

LeistungKostenAnzahl Summe

LK 1 - Kleine Morgen-/Abendtoilette

   10,00 €  31 

310,00 €

LK 3 - Große Morgen-/Abendtoilette

 18,00 € 31

558,00 €

LK 16 - Zubereitung sonstiger Mahlzeiten

  2,40 €  62 

148,80 €

LK 16a - Essen auf Rädern

  3,60 €  31 

  111,60 €

  

Summe

1.128,40 €

  

 Pflegesachleistung Plegestufe II

1.144,00 €

  

 nicht ausgeschöpfte Pflegesachleistung

 15,60 € 

  

zu zahlender Eigenanteil 

       0,00 €